Schamlippenvergrößerung
Eine Schamlippenvergrößerung ist eine sehr intime Angelegenheit. Hier bedarf es viel Vertrauen, in dem jeweiligen Arzt. Trotz der Verletzlichkeit und der Intimität dieses körperlichen Bereiches, entscheiden sich viele Frauen für eine Schamlippenvergrößerung.
Wie aufwändig ist die Prozedur?
Die Schamlippenvergrößerung ist ein sehr umfangreicher und leider auch kostenintensiver Eingriff. Bestimmte Dinge müssen erst aufbereitet werden, erst dann kommt es zu Injektionen, die zur Schamlippenvergrößerung führen. Die Aufbereitung des entnommenen Eigenfetts ist das Kostenintensivste an dem ganzen Eingriff. Die Entnahme und Aufbereitung kostet circa 1.500 bis 2.000 Euro. Die Injektionen hingegen sind sehr viel preiswerter. Sie kosten nur etwa 150 Euro pro Sitzung. Für eine Sitzung zahlt man insgesamt also bis zu 2.150 Euro. Lässt man den Eingriff im Ausland, wie zum Beispiel in der Tschechei, machen, kommt man etwas preiswerter weg. Die Krankenkasse übernimmt diese Behandlung nicht, da es keine gesundheitlichen Einschränkungen gibt, die einen solchen Eingriff erforderlich machen.
Von der Zeit her muss man schon ein wenig Geduld aufbringen, da die Schamlippenvergrößerung in mehreren Stufen gemacht wird. Zuerst steht ein Gespräch mit dem Arzt an. Dann die Eigenfettentnahme und die Aufbereitung. Erst danach kommt es zur Injektion. In Manchen Fällen muss die Injektion mehrere Male vorgenommen werden.
Gründe für die Schamlippenvergrößerung
Für eine Schamlippenvergrößerung kommen nur die äußeren Schamlippen in Frage. Bei den inneren Schamlippen ist dieser Eingriff nicht möglich. Ein Grund für diesen Eingriff kann zum Beispiel Hauterschlaffung sein. Besonders im Alter erschlafft die Haut eines Menschen. Dies verhält sich bei den Schamlippen nicht anders, als bei anderen Hautpartien. Ein weiterer Grund für den Eingriff kann sein, dass man genetisch bedingt, zu kleine Schamlippen hat. Hier sieht man dann deutlich die inneren Schamlippen, welche normalerweise von den äußeren abgedeckt werden. Die Gründe für eine Schamlippenvergrößerung sind eine rein ästhetische Sache. Medizinische Gründe gibt es für einen solchen Eingriff nicht.
Was ist vor der Behandlung zu beachten?
Da die Eigenfettentnahme unter Vollnarkose stattfindet, muss vorher ein vollständiger Verzicht auf Alkohol stattfinden. Auch andere Blutverdünnender dürfen nicht genommen werden. Zudem ist das Rauchen möglichst schon mehrere Wochen vorher untersagt. Des Weiteren sollte man sich um eine Begleitperson kümmern, die einem nach dem Eingriff nach Hause bringen kann und dort zunächst auch im Haushalt etwas behilflich ist.
Was genau wird bei der Behandlung gemacht?
Vor der Behandlung steht ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt an, bei dem auch der OP – Termin gemacht wird. Bei dem Eingriff wird der Patient dann in Vollnarkose gelegt, damit der Arzt Eigenfett entnehmen kann. Das Eigenfett stammt in der Regel vom Gesäß oder von der Hüfte. Vorab zeichnet der Arzt die Körperstellen mit einem Filzstift an. Sobald die Narkose einsetzt, injiziert der Arzt eine Kochsalzlösung, welche das Fettgewebe verflüssigt. Damit lässt es sich dann leichter absaugen. In der Regel werden für die Schamlippenvergrößerung nur geringe Mengen Eigenfett benötigt. Doch da man meistens mehrere Injektionen benötigt, wird oftmals eine etwas größere Menge abgenommen.
Für die Injektionen des Eigenfetts bedarf es keine Vollnarkose. Hier genügt eine örtliche Betäubung durch Kältesalben.
Das aufbereitete Eigenfett wird nun in gleichmäßigen Dosen in das Hautgewebe eingespritzt. Da der Körper das Fettgewebe wieder abbaut, muss in gleichmäßigen Abständen, über mehrere Wochen das Eigenfett injiziert werden.
Die Schamlippenvergrößerung ist kein umstrittener Eingriff. Es ist lediglich eine ethische Frage. Eine Frau sollte sich diesem Eingriff nur freiwillig unterziehen und keinesfalls aus Zwang.
Was ist bei der Nachsorge zu beachten?
Nach der Schamlippenvergrößerung sollte weiterhin auf Nikotin und Alkohol verzichtet werden. Dies am besten für mehrere Wochen. Hält man sich nicht daran, kann es zu Blutungen und Hämatomen kommen, sowie zu einer schlechten Wundheilung.
Nach der Fettentnahme muss man einen Kompressionsverband tragen. Körperlich schwere Arbeiten dürfen in der ersten zeit nicht mehr verrichtet werden. Auf das Sonnenbaden und auf Sport ist für mehrere Wochen zu verzichten.
Nach der Injektion selbst, ist nicht so viel zu beachten. Auch hier ist lediglich auf Sport und auf sexuellen Kontakt zu verzichten.
Was sind die Risiken einer Schamlippenvergrößerung?
Obwohl die Schamlippenvergrößerung kein sehr schlimmer Eingriff ist, kann es trotzdem gewisse Risiken geben. Zum einen besteht ein Risiko bei der Vollnarkose. Jede Narkose bringt gefahren mit sich, dass man das Narkosemittel zum Beispiel nicht gut verträgt. Ansonsten kann es zu veränderten Empfindungen im Intimbereich kommen, zu einer schlechten Wundheilung oder dazu, dass man mit dem Endergebnis nicht zufrieden ist.